Karin, Leiterin IoT Commercial

Karin ist bei Vodafone über das ReConnect Programm eingestiegen, ein Programm für berufliche Wiedereinsteiger.

25. Aril 2018

Karin kam über ReConnect zu Vodafone, unserem Programm für Wiedereinsteiger, die nach einer Berufspause wieder ins Berufsleben zurückkehren möchten. Sie spricht darüber, wie es war, wieder zu arbeiten, über die Ähnlichkeiten zwischen der Führung einer Familie und der Führung eines Teams und warum sie sich dafür einsetzt, Mädchen zu ermutigen, eine MINT-Karriere einzuschlagen.

Karin, wie war es für Dich, zur Arbeit zurückzukehren?
Es fühlte sich sofort wieder sehr vertraut an. An meinem ersten Tag wurde ich von einem Senior HR Business Partner in der Lobby begrüßt und durch den Tag begleitet. Ich fühlte mich sehr willkommen. Ich bin jetzt seit einem Jahr und sechs Monaten bei Vodafone und habe das Gefühl, nie weg gewesen zu sein.

Welche Vorteile hat es, durch Reconnect wieder in einen Job einzusteigen?
Ich glaube, dass eine Karrierepause, sei es, um sich um die Lieben zu kümmern, oder um etwas anderes zu tun, die Erfahrung und den eigenen Horizont erweitert. Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen der Verantwortung für eine Familie und dem Führen eines Teams. Zum einen muss man sehr organisiert sein, zum anderen lernt man schnell, wie man andere motiviert. Jeder, der Kinder hat, weiß: Es lehrt Dich Konfliktmanagement.

In meinem Fall habe ich eine Berufspause eingelegt, weil sich meine persönlichen Umstände geändert haben. Ich wurde alleinerziehende Mutter, und zu dieser Zeit hatte ich einen Job, in dem ich viel unterwegs war. Ich erkannte, dass sich die Dinge ändern mussten, weil ich zu Hause relativ kleine Kinder hatte. So entschied ich mich, die Unternehmenswelt zu verlassen und mein eigenes Beratungsunternehmen zu gründen, in dem ich flexiblere Arbeitszeiten hatte und nicht reisen musste. Später, als meine Kinder etwas älter waren, fühlte ich mich bereit, wieder für ein großes Unternehmen zu arbeiten.

Heutzutage ist es normal, öfter den Job zu wechseln, und dazwischen Pausen zu haben. Die Vorteile dieses vielfältigen Erfahrungsschatzes erkennen auch die Arbeitgeber.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Dich aus?
Kein Tag ist wie der andere. Das ist es, was diesen Job so spannend macht. Die enge Zusammenarbeit mit dem Vertrieb und den Kunden bedeutet, dass ein genau geplanter Tag sich im Handumdrehen ändern kann. Meine Tage sind eine Mischung aus Kundenterminen, Stakeholder-Management, Strategie und kommerzieller Innovation sowie Führungsaufgaben. 

Wie würdest Du Deinen Führungsstil beschreiben?
Ich bin sehr ergebnisorientiert. Ich arbeite in einer globalen Organisation. Das bedeutet, dass ich Team-Mitglieder an verschiedenen Standorten auf der ganzen Welt habe. Solange mein Team und ich erreichbar sind und sich alle an Absprachen halten, funktioniert es. Wir haben den Kunden immer im Blick, gehen ein hohes Tempo und haben eine "Can Do"-Einstellung.
Führung ist keine Einbahnstraße. Man muss seinen Mitarbeitern vertrauen und ihnen die Freiheit geben, ihre Arbeit zu machen.

Du hast vor Kurzem bei der Auftaktveranstaltung für den diesjährigen „Step into MINT“ gesprochen. Dies ist ein von Vodafone unterstütztes Mentoring-Programm für Mädchen, die sich für eine MINT-Karriere interessieren. Was hat Dich zu diesem Programm geführt?

Es ist mir ein Herzensthema, mehr Mädchen für die MINT-Ausbildung und die MINT-Berufe zu begeistern. Und ich mag es sehr, dass Vodafone auch in diesem Bereich so aktiv ist. Vodafone ist ein globales Unternehmen, und viele Programme werden auch weltweit angeboten. Durch das Programm #Codelikeagirl wird Vodafone in diesem Jahr mit 1.000 Mädchen in 26 Ländern kostenlose Codier-Workshops durchführen. Vodafone unterstützt Frauen in jeder Phase ihres Berufslebens. Und das ist mir sehr wichtig.

Was denkst du, wohin Dich Dein Karriereweg in Zukunft führt?
Ich genieße sehr, was ich im Moment mache. Aber ich freue mich auch auf den nächsten Schritt, wenn die Zeit reif ist. Es gibt viele spannende Möglichkeiten innerhalb von Vodafone. Sei es in Großbritannien oder weltweit. Entweder im Konzern oder in unseren verschiedenen operativen Gesellschaften auf der ganzen Welt.

Welchen Ratschlag hast Du für andere Arbeitgeber, die Wiedereinsteiger unterstützen möchten?
Wichtig ist, dass Arbeitgeber Wiedereinsteiger genauso behandeln wie ihre Kolleginnen und Kollegen. Wir sind fähig und kompetent − es kommt darauf an, dass wir respektiert und gehört werden. Ebenso wie die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten. Nur weil man eine Pause  eingelegt hat, bedeutet das nicht, dass man seine Kompetenz verloren oder seine Erfahrung vergessen hat.